Zu Mir

Puma (Bettie Höflich), Jahrgang 1969

In meinem Leben war ich schon Vieles, momentan bin ich hauptsächlich Heilpraktiker_in, Qi Gong Lehrer_in und Shiatsutherapeut_in.
Ich war auch schon Sozialpädagog_in, persönliche Assistent_in für Menschen mit Körperbehinderung, „Hausmeisterix mit Sonderaufgaben“ in einer Flüchtlingsunterkunft, Wendotrainer_in, Pastahersteller_in, Bedienung, habe gekocht, war in der ambulanten Pflege, Teil eines Puppentheaters, DJane, Bauwagenausbauende, Telefonberater_in beim Lesbentelefon, habe Antirassismusseminare gegeben und zu sogenannten „Asozialen“ im NS geforscht und bestimmt habe ich noch was vergessen!

In all den Jahren habe ich mich immer wieder mit sexualisierter und auch anderer Gewalt gegen und zwischen Frauen und Trans* auseinander gesetzt und mit Trauma unterschiedlicher Art, was inzwischen ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Shiatsu geworden ist.
In meinem Leben habe ich schon unterschiedliche gender gelebt und bin jetzt bei „Nichtbinär – nonbinary“ angekommen. Mein Pronomen ist „Puma“. Das mag vielleicht etwas ungewohnt daher kommen, aber ich sag mal, „vor 30 Jahren haben wir das ja auch mit dem „grossen I“ hinbekommen.“

(Neo-)Tantra habe ich selbst vor vielen Jahren in einer krisengebeutelten Zeit als sehr heilsam erlebt. Eine Zeit, in der Tod ein großes Thema war, ich meine Lebenslust verloren hatte und durch Tantra wieder gefunden habe. Viel gelernt habe ich von Charlotte Gareis aus Freiburg, Christa Schulte aus Bremen und von vielen Frauen und Trans*personen, die mich auf unterschiedlichen Ebenen begleitet haben und begleiten. Nennen möchte ich hier Zafire Vrba, Al Head, Rowan Bombadil und Benjamin Robinson.

Ich denke, daß diese Welt friedlicher aussehen würde, wenn die Kategorie „Gender“ aufgelöst wäre. Ich freu mich immer wieder darüber, daß ich diese Freiheit im Sommer 2017 beim Urban Tantra Professional Training (ein Tantra jenseits von binären Geschlechterkategorien) in Schweden mit Barbara Carrellas und 18 anderen erleben durfte. In meinen Kursen möchte mein Herz eine Gendervielfalt jenseits von Binaritäten einladen.

Und Konsens… mein Herz schlägt für Konsens, und da gibt es viel zu entdecken und zu erforschen, denn das geht uns alle an, egal, ob wir Lust, Sex, Intimität leben oder nicht.
Im Januar 2019 nahm ich ich bei Dr. Betty Martin und ihrem Team an der „Wheel of Consent – like a pro“ Weiterbildung teil. Die Theorie und vor allem die Praxis des „Wheel of consent“ und der Reichtum, den es für so gut wie all meine Lebensbereiche beinhaltet, hat mich so motiviert, daß ich einen Schritt weitergegangen bin. Im Moment bin ich „facilitator in training“, das heisst, ich darf das „Wheel of consent – das Konsensrad“ weitergeben, bin im regelmäßigem Austausch mit anderen Workshopgebenden, mit Dr. Betty Martin und ihrem Team.