Zu Mir und meinem Selbstverständnis

Puma (Bettie Höflich), Jahrgang 1969

In meinem Leben war ich schon Vieles, momentan bin ich hauptsächlich Heilpraktiker_in, Qi Gong Lehrer_in und Shiatsutherapeut_in.
Ich war auch schon Sozialpädagog_in, persönliche Assistent_in für Menschen mit Körperbehinderung, „Hausmeisterix mit Sonderaufgaben“ in einer Flüchtlingsunterkunft, Wendotrainer_in, Pastahersteller_in, Bedienung, habe gekocht, war in der ambulanten Pflege, Teil eines Puppentheaters, DJane, Bauwagenausbauende, Telefonberater_in beim Lesbentelefon, habe Antirassismusseminare gegeben und zu sogenannten „Asozialen“ im NS geforscht und bestimmt habe ich noch was vergessen!

In all den Jahren habe ich mich immer wieder mit sexualisierter und auch anderer Gewalt gegen und zwischen Frauen und Trans* auseinander gesetzt und mit Trauma unterschiedlicher Art, was inzwischen ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Shiatsu geworden ist.
In meinem Leben habe ich schon unterschiedliche gender gelebt und bin jetzt bei „Nichtbinär – nonbinary“ angekommen. Mein Pronomen ist „Puma“. Das mag vielleicht etwas ungewohnt daher kommen, aber ich sag mal, „vor 30 Jahren haben wir das ja auch mit dem „grossen I“ hinbekommen.“

Ich labele meine Angebote nicht mehr über dem Oberbegriff „Tantra“, bzw. „(Neo-)Tantra“. Ich möchte mir nicht anmaßen eine uralte Tradition weiterzugeben, die weder etwas mit meiner eigenen Geschichte, geschweige denn mit meiner Herkunft zu tun hat. Außerdem gibt es sehr viele Bilder, die an diesen Begriff gekoppelt sind, die ich nicht reproduzieren möchte.
Was ich tue ist geprägt von Achtsamkeit, Konsens, einem queerfeministischen, nichtbinären, im weitesten Sinne antirassistischen Blick und einem offenen Herzen. Lachen und Humor inclusive, denn ohne dies würde die Welt echt „alt“ aussehen.

Und Konsens… mein Herz schlägt für Konsens, und da gibt es viel zu entdecken und zu erforschen, denn das geht uns alle an, egal, ob wir Lust, Sex, Intimität leben oder nicht.
Auf meiner Reise bis hierhin bin ich von vielen Menschen inspiriert worden, einige möchte ich hier nennen: Charlotte Gareis, Christa Schulte, Zafire Urba, Rowan Bombadil, Benjamin Robinson und nicht zu vergessen all die wunderbaren Menschen, die ich in privaten sessions und in Gruppenangeboten begleiten durfte. You really rock!
Im Januar 2019 nahm ich ich bei Dr. Betty Martin und ihrem Team an der „Wheel of Consent – like a pro“ Weiterbildung teil. Die Theorie und vor allem die Praxis des „Wheel of consent“ und der Reichtum, den es für so gut wie all meine Lebensbereiche beinhaltet, hat mich so motiviert, daß ich einen Schritt weitergegangen bin. Im Moment bin ich „facilitator in training“, das heisst, ich darf das „Wheel of consent – das Konsensrad“ weitergeben, bin im regelmäßigem Austausch mit anderen Workshopgebenden, mit Dr. Betty Martin und ihrem Team.