Der gehaltene Raum: Präsenz, Verbindung und klare Grenzen in der Bodywork-Praxis, 5. – 7. Juni 2026, Berlin

Weiterbildung für ausgebildete, sowie angehende Bodyworker*innen mit Praxiserfahrung, die ihre professionelle Haltung vertiefen möchten

In der Arbeit mit Menschen entstehen immer wieder intensive Situationen: starke Aktivierung, emotionale Prozesse, Unsicherheit oder Überforderung — sowohl bei Klient*innen als auch bei uns selbst.
Dieses Seminar schafft Raum, solche Dynamiken besser zu verstehen und die eigene Präsenz, Klarheit sowie Selbstwahrnehmung gezielt zu stärken. Ziel ist es, unsere Kompetenzen zu erweitern, auch in herausfordernden Momenten in sicherer Verbindung mit Klient*innen zu sein und gleichzeitig selber zentriert und geerdet zu bleiben. 

Zentrale Fragen

  • Wie bleibe ich als Bodyworker*in bei mir, wenn mein Gegenüber stark aktiviert ist?
  • Wie gehe ich mit eigenen Gefühlen von Überforderung um?
  • Wie arbeite ich mit Triggern — meinen eigenen und denen meiner Klient*innen?
  • Wie berücksichtige ich Privilegien und Machtdynamiken bewusst in meiner Arbeit?
  • Wie bleibe ich präsent, wenn es intensiv wird?
  • Wie gestalte ich  Zusammenarbeit bewusst, transparent und verbindlich?
  • Wofür trage ich in einer Session Verantwortung — und wofür nicht?
  • Wie schaffe und halte ich einen möglichst sicheren Rahmen?

Inhalte und Schwerpunkte

  • Selbstwahrnehmung stärken
    Praktiken zur Erweiterung des inneren Raums und zur Vertiefung von Präsenz.
  • Selbstregulation und innere Stabilität
    Konkrete Übungen für herausfordernde Situationen.
  • Verbunden bleiben
    Fähigkeiten entwickeln, um auch unter Druck in Kontakt mit sich selbst und Klient*innen zu bleiben.
  • Verantwortung und Zuständigkeit klären
    Die eigene Rolle reflektieren und definieren.
  • Grenzen wahrnehmen, erkennen und kommunizieren
    Klarheit entwickeln und diese wertschätzend ausdrücken.
  • Ressourcenorientiertes Arbeiten
    Stabilität und Handlungsspielraum fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die gemeinsame Reflexion der eigenen Praxis:

  • Intervisionsformate für kollegialen Austausch und Lernen
  • Arbeit mit konkreten Fallbeispielen

An diesem Wochenende laden wir Dich ein, Deine professionelle Rolle bewusster zu verkörpern, Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu gewinnen und eine tragfähige, klare Haltung weiterzuentwickeln.

Für wen

Die Weiterbildung richtet sich an ausgebildete sowie angehende Bodyworker*innen mit Praxiserfahrung, die ihre professionelle Haltung vertiefen möchten.

Mit wem

Niklas Brochhagen (er/ihm) arbeitet seit vielen Jahren als Shiatsu-Practitioner und macht derzeit eine Ausbildung in biodynamischer craniosakraler Körperarbeit. In 20 Jahren Kampfkunsterfahrung hat Niklas ein feinfühliges verkörpertes Wissen darüber entwickelt, wie der richtige Abstand, die Intensität des Kontakts, ein angemessenes Maß an Flexibilität und Standhaftigkeit ein lebendiges Miteinander ermöglichen. Sowohl sein professionelles Wissen als auch seine persönlichen Erfahrungen damit, wie Diskriminierung und Gewalterfahrungen sich über die Physiologie des Nervensystems im Körper ausdrücken und das Erleben von Beziehung prägen, fließen in Niklas‘ Körperarbeitspraxis ein. Er ist überzeugt davon, dass Heilung in Beziehung und Verbindung passiert und dass es deshalb wichtig ist, uns mit unserer eigenen therapeutischen Rolle als Bodyworker*innen immer wieder auseinanderzusetzen.

Puma Höflich (er/ keine Pronomen) begleitet seit vielen Jahren Menschen als Shiatsu-Practitioner und somatischer Coach in eigener Praxis. Durch die langjährige Auseinandersetzung mit dem Wheel of Consent, das den Fokus auf die Frage richtet, wer was für wen tut und ob hierfür eine ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten vorliegt, hat puma ein feines Gespür für transparente Vereinbarungen entwickelt. Pumas fundierte Kenntnisse zu unterschiedlichen Machtdynamiken, die im therapeutischen Kontext entstehen können, verleihen seiner Arbeit eine besondere Tiefe und machen sie einzigartig.
„Was mich zuletzt inspiriert hat, ist der Kurs bei Staci Haines „Politics of trauma“ und die Fortbildung „Right use of power“ beim Right Use of power Institut.

Maximale Gruppengröße: 14 Personen.

Wann: 5. – 7. Juni 2026
Freitag 18.00 – 20.30
Samstag 10.00 – 18.00 Uhr (Mittagspause ca. 13.00 – 15.00 Uhr)
Sonntag 10.00 – 16.30 (Mittagspause ca. 12.30 – 14.00 Uhr)

Wo:
Zossenerstr. 31, Remise, Berlin-Kreuzberg

Kosten:
390€, es gibt die Möglichkeit für einige reduzierte Plätze (350€) , bitte gib das in Deiner Anmeldung an.
250€, für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.

Anmeldung:
Bitte melde dich hier an. 

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FAQs:
Ich arbeite mit einer Methode, die ohne Berühren auskommt, sich jedoch auf den Körper bezieht. Ist dieses Angebot auch für mich?
JA!

Wie zugänglich ist der Veranstaltungsort?
Die nächste U Bahn ist U – Gneisenaustrasse. Der Bus 248 hält vor der Tür.
Der Raum ist im ersten OG und über eine eher steile Treppe zu erreichen. Es gibt einen grossen Workshpraum und einen kleineren Raum, der in den Pausen auch als Rückzugsort genutzt werden kann.

Wieviel Pausen gibt es?
Neben der längeren Mittagspause gibt es auch kleinere Pausen und Menschen können sich jederzeit Auszeiten nehmen.

Warum gibt es reduzierte Plätze für Menschen, die von Rassismus betroffen sind?
In weiß dominierten Räumen müssen BIPoC oft ungefragt und unbezahlt Aufklärungsarbeit machen. Mit dem reduzierten Preis möchten wir einen kleinen Beitrag leisten, Ressourcen und Privilegien umzuverteilen.

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