Zu Mir und meinem Selbstverständnis

Puma Höflich, Jahrgang 1969

In meinem Leben war ich schon Vieles, momentan gebe ich Shiatsubehandlungen, 1:1 bodywork sessions unterschiedlicher Art, unterrichte Qigong, das „Wheel of consent®“ und andere playshops.

Ich war auch schon Sozialpädagog*in, persönliche Assistent*n für Menschen mit Körperbehinderung, „Hausmeisterix mit Sonderaufgaben“ in einer Geflüchtetenunterkunft, Wendotrainer*in, Pastahersteller*in, Bedienung, habe gekocht, war in der ambulanten Pflege, Teil eines Puppentheaters, Telefonberater*in beim Lesbentelefon, habe zu sogenannten „Asozialen“ im NS geforscht und bestimmt habe ich noch was vergessen!

In all den Jahren habe ich mich immer wieder mit unterschiedlichen Formen von Gewalt auseinander gesetzt und mit Trauma unterschiedlicher Art, was inzwischen ein Schwerpunkt meiner Arbeit im Shiatsu und auch in meinen Einzelsessions geworden ist.
Ich möchte hier zum einen Gewalt in queeren Beziehungen aufführen, die gern tabuisiert wird und als nicht existent gilt.
Zum anderen Gewalt aufgrund von „race“, die weisse Menschen Schwarzen Menschen oder/und People of Color (oft unbewusst) zufügen.
Ich bilde mich zu letzterem kontinueirtlich fort, im Moment bei Resmaa Menakem im Training „Reparative communal consultations for white bodies“.

In meinem Leben habe ich schon unterschiedliche gender gelebt und bin jetzt bei „Nichtbinär – nonbinary“ angekommen. Mein Pronomen ist „Puma“. Das mag vielleicht etwas ungewohnt daher kommen, aber ich sag mal, „vor 30 Jahren haben wir das ja auch mit dem „grossen I“ hinbekommen.“

In meiner Arbeit beziehe ich mich auf das „Urban Tantra“, entwickelt von Barbara Carrellas in den 80er Jahren der Aidskrise.
Und Konsens… mein Herz schlägt für Konsens.
Seit Januar 2019 bilde ich mich im „Wheel of Consent®“, entwickelt von Dr. Betty Martin, weiter. Inzwischen wurde ich von Dr. Martin zertifiziert, das „Wheel of consent®“ zu unterrichten und bin Teil der School of consent.
Ein grosses Vorbild in Bezug auf Konsens ist für mich ein Mensch von 1,5 Jahren, den ich bei der Entdeckung des Nein Worts begleiten darf:)).
Konsens mit uns selbst und unserer Umwelt, im Grossen wie im Kleinen geht uns alle an, egal, ob wir Lust, Sex, Intimität leben oder nicht.

Auf meiner Reise bis hierhin bin ich von vielen Menschen inspiriert worden, einige möchte ich hier nennen: Dr. Betty Martin, Barbara Carrellas, Charlotte Gareis, Christa Schulte, Mark Silver und alle friends, die bei all meinen bisherigen Transitionen an meiner Seite waren und da sind.

Nicht zu vergessen all die wunderbaren Menschen, die ich in privaten sessions und in Gruppenangeboten begleiten durfte. You really rock!

Ich gebe Kurse im In- und Ausland.
Meine Unterrichtssprachen sind englisch und deutsch.